Jens Püttmann
„Das Tor unter Tage“ erzählt Science-Fiction aus der Perspektive von Leuten, die arbeiten: ein Elektriker, der eine stillgelegte Zeche am Netz hält, eine Archäologin, ein Prüfer vom Bauamt. Achthundert Meter unter dem Ruhrgebiet steht ein Ring aus Stein, den kein Grubenriss kennt — und die erste Frage, die sich stellt, ist nicht, wer ihn gebaut hat, sondern wer dafür zuständig ist.
Der Ton ist trocken statt feierlich. Was passiert, hat Folgen, die jemand aufschreiben muss, und genau daraus entsteht die Spannung. Wer hinuntergeht, kommt nicht automatisch zurück, und über den Zeitpunkt entscheidet keine Heldentat, sondern ein Schaltplan.
Die Folgen bauen aufeinander auf und lesen sich am besten der Reihe nach. Jede hat den Umfang einer Novelle: rund 19.000 Wörter, ein Abend.
Jens Püttmann ist ein Verlagspseudonym von Errorgate Productions.