Sohle Eins
Achthundert Meter unter dem Ruhrgebiet liegt eine Kammer, die in keinem Grubenriss verzeichnet ist.
Zum BuchBodenständige Science-Fiction aus dem Revier: kein Raumschiff, keine Auserwählten, sondern drei Leute mit Handwerk, Klemmbrett und Wetterlampe, die ein stillgelegtes Netz zwischen Welten wieder anfahren. Die Folgen bauen aufeinander auf.
von Jens Püttmann
Die Reihe beginnt mit einem Abnahmetermin. Frank Sattler hält eine stillgelegte Zeche im Ruhrgebiet am Netz — Kabel ziehen, Pumpen laufen lassen, Ewigkeitsaufgabe. Als er die neue Verteilung zuschaltet, antwortet tief unten ein Summen, das in kein Stromnetz der Welt gehört. Hinter einer zugemauerten Strecke, achthundert Meter unter Tage, steht ein Ring aus Stein, den kein Grubenriss kennt.
Was daraus wird, erzählen die Folgen ohne Pathos. Elektronik stirbt beim Durchgang, hindurch passt nur, was ein Mensch tragen kann — also gehen Leute mit Wetterlampe, Seil und Klemmbrett. Zuständigkeiten müssen geklärt, Fristen eingehalten, Protokolle geschrieben werden, auch auf der anderen Seite. Genau diese Nüchternheit macht die Sache unheimlich: Niemand hier ist auserwählt, alle sind angestellt.
Die Folgen bauen aufeinander auf und sollten der Reihe nach gelesen werden. Jede hat den Umfang einer Novelle — rund 19.000 Wörter, ein Leseabend.
Achthundert Meter unter dem Ruhrgebiet liegt eine Kammer, die in keinem Grubenriss verzeichnet ist.
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Die Welt hinter dem Tor verehrt das alte Netz nicht. Sie schlachtet es aus und verkauft es.
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Die Gefahr kommt diesmal nicht durch das Tor. Sie kommt aus einem Bauzeitenplan.
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